11. Juni 2019

Wie muss die Zielsetzung eines variablen Lohnbestandteils begründet werden?

Wenn ein neuer MA in der Mitte des Jahres eingestellt wird, benötigt dieser normalerweise Einarbeitungszeit. Ich habe es nun schon mehrmals gesehen dass trotz dieser Hürde und obwohl der MA einen Vertrag mit einem hohen variablen Anteil hat, unrealistische Ziele vorgegeben werden, die kaum erreichbar sind. Somit haben diese MA also keine Chance Ihren variablen Anteil ausbezahlt zu bekommen im ersten Jahr. Gibt es da gesetzliche Regelungen um so etwas zu verhindern? Ich könnte mir gut vorstellen dass dies auch vor Gericht gezogen werden könnte. Habt Ihr da bereits Erfahrungen gemacht?
Ich habe die anderen Beiträge zu diesem Thema gelesen und kenne den Grundsatz; "Ziele müssen erreichbar und messbar sein" - aber das ist ja kein Gesetz und es gibt natürlich Firmen die freuen sich wenn sie im ersten Jahr 40-50% des Lohnes einsparen können.

2 Antworten

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Ist ja schon länger her, aber ich versuche mal eine Antwort. Vielleicht motiviert das ja den Einen oder die Andere auch zu antworten.

  • Arbeitgeber habe keine Freude daran Bonus für Leistung einzusparen!! Sie wollen leistungsstarke Mitarbeitende, die einen Umsatz erbringen. Da verdienen sie mehr, als der Bonus kostet. Falls nicht, sind sie dumm...
  • Mitarbeitende und auch natürlich Bewerber sind mündige Menschen, welche Verträge eingehen. Sie müssen die vo...
Peter Z.
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Bekanntlich wird "Bonus" (der Begriff ist zumindest im OR nicht enthalten) rechtlich als variabler Lohn betrachtet. Die Höhe des Bonus muss sich aus irgendwelchen - grundsätzlich vorher zwischen den Parteien vereinbarten - objektiv nachvollziehbaren Elementen berechnen lassen. In der Regel wird angenommen, der AN hätte einen wesentlichen Einfluss auf diese Berechnungs-Elemente (was in der Praxis oft unzutreffend ist).

In der Gerichtspraxis wird oft um Bonuszahlungen gestritten. Beweispflichtig ist grundsätzlich der AN als Kläger. Wer als AN bereits die Beweise hat, hat einen erheblichen Startvorteil ("Wenn es schwierig wird, Papier produzieren!"). Das Gericht kann aber den AG als Beklagten verpflichten, die für die Berechnung des Bonus relevanten Elemente dem Gericht vorzulegen. ABER - es gibt für den AG viele Möglichkeiten, an den...

Marc F.
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