26. September 2019

Unerlaubte Referenzauskunft eingeholt. Rechtliche Schritte einleiten?

Heute ist mir erwas unglaubliches passiert. Meine Chefin zitierte mich in ihr Büro und fragte, ob ich das Unternehmen verlassen möchte. Sie hätte soeben einen Anruf erhalten (von der Person wo ich mich am Vortag vorgestellt habe) und man teilte ihr mit ich möchte die Stelle kündigen und einen anderen Job annehmen. Die Person erkundigte sich nach Referenzauskünften und wollte wissen wie ich so arbeite. Im Gespräch hatte ich ganz klar formuliert, dass ich in einem ungekündigtem Arbeitsverhältnis stehe und Referenzauskünfte waren kein Thema. Im Lebenslauf notierte ich :“Referenzen auf Anfrage“.

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen wie ich mich nun fühle...

Die Firma soll spüren, dass dies ein absolutes „No Go“ ist. Wie soll ich vorgehen? Danke für Tipps!

2 Antworten

Ein sehr schwieriges Thema, zu dem ich rechtlich auch keinerlei Aussage treffen kann.

Da es vermutlich akut ist, möchte ich das aber auch nicht so einfach unbeantwortet stehen lassen, insofern einige Gedanken von mir dazu:

  • Hast Du eine Rechtsschutzversicherung? Im Zweifel hierüber direkt den Fall aufnehmen lassen und klären, in wie weit Unterstützung möglich ist.
  • Hast Du Dich bei einem potentiellen Arbeitgeber direkt vorgestellt oder handelte es sich dabei um einen Vermittler / Headhunter?
  • Hast Du z.B. Bewerbungsunterlagen auf eine Plattform etc geladen? Gerade bei grösseren Unternehmen gehen damit i.d.R. schon entsprechend vertragliche Bedingungen zum Thema Datenschutz ein.
  • Bei einem Headhunter: Gab es ein Vermittlungsauftrag, den Du unterzeichnet hast? Sofern ja, was ist dort geregelt?
  • Hast Du direkt mit der Person Kontakt aufgenommen, die die Referenz unerlaubt eingeholt hat? Sofern ja, mit welchem Ergebnis?
  • Ich persönlic...
Ralf M.
4 Bewertungen

Hallo, vielen Dank für die Empfehlung Ralf M.. Ich werde versuchen, aus rechtlicher Sicht etwas dazu auszuführen.

Es ist richtig, dass das, was die Firma getan hat, ein No-Go ist bzw. rechtlich unzulässig. Sie hat damit gegen das Datenschutzgesetz verstossen, denn du hast deine Einwilligung zur Referenzeinholung nicht gegeben, und ein Referenzeinholen beim aktuellen Arbeitgeber ist offensichtlich höchst problematisch. Nun, was kannst du tun? Gegenüber der Firma, welche die Referenzauskünfte eingeholt hat, kannst du in einem Brief darauf hinweisen, dass du keine Einwilligung zur Einholung der Referenzen gegeben hast, du in...

Roy L.
4 Bewertungen

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