14. Oktober 2020

Arbeitsplatzbezogene AUF?

Arbeitsplatzbezogene Arbeitsunfähigkeit .

Eine Mitarbeiterin ist krank. Der Arzt attestiert der Mitarbeiterin eine arbeitsplatzbezogene Arbeitsunfähigkeit.

Die Mitarbeiterin ist, nachdem sie 10 Tage Ferien bezogen hat, weiterhin krank geschrieben. Sie besucht jedoch weiterhin eine Weiterbildung und engagiert sich auch ehrenamtlich für diverse Vereine. Die Mitarbeiterin will nun ihr Arbeitsverhältnis kündigen, da sie sich am Arbeitsplatz nicht wohl fühlt. Darf sie weiterhin krankgeschrieben werden bis die Kündigungsfrist abgelaufen ist? Kann allenfalls der AG die AN zwingen zur Arbeit zu gehen bis zur ordentlichen Kündigungsfrist ? Die AN will nicht mehr an ihrer Arbeitsplatz zurückkehren. Es ist ihr unwohl in der Firma und beklagt sich über Schwindelanfälle.

4 Antworten

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Falls Krankentaggeld vorhanden, bei Arbeitsplatz bezogene Krankheit ist der Versicherer verpflichtet die Leistungen während der Kündigungsfrist zu Leisten

AG kann die AN...

Cana K.
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Wenn ein anderer Arbeitsplatz angeboten werden kann, ist eine Rückkehr allenfalls möglich. Dies würde ic...

Andrea H.
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Wenn die Mitarbeiterin kündigen will, gibt es keinen Grund, weshalb sie das nicht tun dürfte. Auch wenn sie vom Arzt als arbeitsunfähig beurteilt wird. Die Sperrfristen von Art. 336c OR gelten nur für den AG.

Nicht ganz unproblematisch sind die erwähnten "Ferien" - es stellt sich die Frage, ob diese angerechnet werden können oder nicht. Jedenfalls ist ein Ortswechsel während einer Arbeitsunfähigkeit nicht per se suspekt. Solche "Ferien" dürften vom Ferienguhaben nicht abgezogen werden.

Grundsätzlich ist die ärztliche Beurteilung zu respektieren. Falls es Zweifel an den Feststellungen des behandelnden Arztes geben sollte, so steht dem AG die Möglichkeit der Beurteilung durch den eigenen - oder besser noch - durch den Vertrauensarzt der Krankentaggeld-Versicherung...

Marc F.
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